Heute besprachen die Sozialpartner Lidl, die Gewerkschaft Syna und KV Schweiz mit der Gewerkschaft Unia einen möglichen Anschluss an den im Dezember 2010 abgeschlossenen Gesamtarbeitsvertrag. Zum Bedauern der Sozialpartner konnte keine Einigung erzielt werden.
Am 7. Dezember 2010 schlossen die Gewerkschaft Syna und die Angestelltenorganisation KV Schweiz mit dem Detailhändler Lidl einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ab – den ersten im Discountsegment überhaupt.
Lidl hatte bereits vor dem Markteintritt im März 2009 bilaterale Gespräche mit den Organisationen Syna, KV Schweiz und Unia geführt. Die konstruktiv verlaufenden Gespräche mit Syna und dem KV Schweiz mündeten am
7. Dezember 2010 in der Unterzeichnung eines GAV für alle Mitarbeitenden von Lidl Schweiz. Der Gewerkschaft Unia wurde gleichzeitig das Angebot unterbreitet, dem GAV beizutreten.
Heute fanden dazu in Zürich die abschliessenden Gespräche statt. Die Unia hat sich entschlossen, dem GAV nicht beizutreten. Unterschiedlicher Ansicht waren die Verhandlungspartner über einige Inhalte des GAVs sowie über die Zusammenarbeit innerhalb der Sozialpartnerschaft, basierend auf einem gemeinsamen Code of Conduct.
Lidl, Syna und KV Schweiz bedauern, dass die Unia dem GAV nicht beitritt. Gleichzeitig betonen die Sozialpartner, dass sie weiterhin für einen Dialog mit Unia offen sind.





