Die Höhere Fachschule mit Abschluss Diplom

Für die Ausbildung von Fach- und Führungspersonen kommt den höheren Fachschulen in der Arbeitswelt eine grosse Bedeutung zu. Die Absolventinnen und Absolventen werden befähigt, selbstständig Fach- und Führungsverantwortung zu übernehmen.

Die Bildungsgänge sind praxisorientiert. Sie fördern insbesondere die Fähigkeit zu methodischem und vernetztem Denken, zur Analyse von berufsbezogenen Aufgabenstellungen und zur praktischen Umsetzung der erworbenen Kenntnisse.

Die höheren Fachschulen positionieren sich gemeinsam mit den eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen im nicht-hochschulischen Tertiärbereich (Tertiär B). Die Bildungsgänge bauen auf der Sekundarstufe II auf und führen zu einem eidgenössisch anerkannten Diplom. Im Zentrum stehen konkrete Problemstellungen aus der Praxis. Markenzeichen der Bildungsgänge sind die hochstehende Qualifikation für die Praxis und ein entsprechend ausgewogener Theorieteil.

 

Verbindliche Vorgabe für Bildungsgänge an Höheren Fachschulen bilden Rahmenlehrpläne, die von der Wirtschaft entwickelt und vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT genehmigt werden. Innerhalb dieses Rahmens entwickeln die Schulen ihre Bildungsgänge selbst, weshalb z.T. beträchtliche Differenzen bestehen.

 

Die Studiengänge werden mehrheitlich in berufsbegleitender Form angeboten. In der Regel wird eine ausbildungsbegleitende Berufstätigkeit von mindestens 50 % verlangt. Die vollzeitlichen Studiengänge dauern inklusive Praktika mindestens zwei, die berufsbegleitenden mindestens drei Jahre. Wer die Ausbildung erfolgreich abschliesst, erhält ein eidgenössisches Diplom, zum Beispiel als «dipl. Betriebswirtschafter/in HF» oder «dipl. Bankwirtschafter/in HF».

 

Bildungsziel ist die Vermittlung höherer beruflicher Qualifikationen und die Vorbereitung auf Fach- oder Führungsfunktionen. Zusätzlich zu den Bildungsgängen können an den höheren Fachschulen auch Nachdiplomstudien angeboten werden. Diese erlauben eine Vertiefung von Fach- und Führungskompetenzen sowie eine Spezialisierung. Die Zulassung zu einer eidgenössisch anerkannten Bildung an einer höheren Fachschule setzt eine einschlägige berufliche Praxis voraus.

 

Zur Zeit stehen Kaufleuten und Detailhandelsfachleuten mehr als 10 Lehrgänge zur Auswahl. In den einzelnen Arbeitsbereichen von «KV – was nun?» sind diese detailliert beschrieben.

 

 

Quelle (teilw.): KV – was nun? Perspektiven für Kaufleute, Verlag SDBB,

8. überarbeitete Auflage unter Mitwirkung des KV Schweiz, 2011

 

KV – was nun?
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